Die Zukunft unserer Region und damit die des Naturparks Nagelfluhkette liegt in verantwortungsvollen Entscheidungen ihrer Bewohner. Die Begriffe "Schützen" und "Nützen" definieren unser Naturpark-Grundprinzip und spiegeln sich in den Zielen unserer Bildungsarbeit wider. Ein nachhaltiger Umgang mit den lokalen Ressourcen, die Bewahrung der Biodiversität und das Erkennen von grundlegenden Werten in der heimatlichen Natur- und Kulturlandschaft sind Grundlage für ein enkeltaugliches Handeln (global und regional). Diese Werte werden durch unsere Maßnahmen in der Bildung für kooperativen Naturschutz vermittelt.

Bildung für kooperativen Naturschutz

Wir verstehen unter kooperativen Naturschutz einen partnerschaftlichen Ansatz, der alle Akteure, die Einfluss auf die Naturvielfalt und die Schutzziele des Naturparks haben, einbindet. Wir beziehen hierbei die Landbewirtschafter ebenso ein, wie zum Beispiel Biologen, Ökologen und weitere Experten. Wir erweitern unser Wissen und unsere Erfahrung durch die Vernetzung mit anderen Schutzgebieten und Bildungsanbietern. Gemeinsam mit unseren Bildungspartnern entwickeln wir uns laufend weiter. Wir verstehen unsere Bildungsarbeit als Teil einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

Naturparkschule

Junior Ranger

Ranger

Da unsere Ranger ihr Wissen über die Zusammenhänge in der Natur ständig anwenden und ausbauen, geben sie authentisch und nachhaltig Kenntnisse und Fähigkeiten weiter. Dadurch ermöglichen sie unserer Bildungsarbeit im Naturpark Nagelfluhkette eine hohe Wiedererkennung. Egal ob Ranger Flo, Rangerin Lisa oder Rangerin Theresa - die Kinder in den Naturparkschulen oder im Junior Ranger Camp kennen mindestens einen der Ranger.

Zu den Rangern

Gemeinsam die Natur entdecken!

Die Naturparkschüler helfen beim Pflanzen von Jungbäumen.
Naturparkschüler erleben den Lebensraum Wald.
Naturparkschüler lernen sich mit Karte und Kompass im Gelände zu orientieren.
Bei der Umweltbaustelle von Allgäuer Alpenwasser packen die Kinder beim Schwenden mit an.
Was krabbelt denn da? Naturparkschüler beobachten Krabbeltiere in der Becherlupe.
Die Naturparkschüler entdecken die Vielfalt in einer Wiese.
Die Naturparkschüler packen beim Pflanzen mit an.
Lernen heißt erleben - Kinder laufen barfuß und spüren die Natur.
Die Naturparkschüler erkunden den Stall auf einem Bauernhof.
Förster Andreas Fisel erklärt den Kindern den Lebensraum Wald genauer.
Die Naturparkschüler werfen beim Alperlebnistag einen Blick in die Sennküche.
Was lebt denn hier? Rangerin erklärt Naturparkschülern Tierspuren.

Schon gewusst?

Wer gern draußen unterwegs ist, entdeckt bei seinen Spaziergängen und Wanderungen allerlei Tiere, Pflanzen und besondere Phänomene. Warum wachsen beispielsweise häufig Bäume ausgerechnet auf Felsbrocken? Oder warum ist der Schmetterling Kleiner Fuchs jedes Jahr einer der ersten Falter, die wir im Frühjahr beobachten können. All diese Fragen stellt sich unser Naturpark-Maskottchen Nägli, denn er ist gern im Gelände unterwegs und besonders wissbegierig. Schaut euch an, was Nägli schon alles im Naturpark entdeckt hat.  

Ein Bad im Ameisenhügel

Um sich von Parasiten zu befreien, nehmen Vögel gern mal ein ausgedehntes "Bad" in einem Ameisenhügel. Dafür legen sich die Vögel mit ausgebreiteten Flügeln in den Ameisenhaufen oder stapfen provokativ darin herum. Die Ameisen besprühen die Eindringlinge daraufhin mit Säure, um sie zu vertreiben. Das "Bad in Ameisensäure" nennt man übrigens "Einemsen".

Wie ein Schwamm!

Torfmoos hat unglaubliche Speicherkapazitäten. Die Pflanze kann etwa das 20-fache ihres Eigengewichts an Wasser aufnehmen. Torfmoose wachsen übrigens auf ihrer eigenen abgestorbenen Biomasse. Nach oben bilden sie Blätter, während der untere Teil regelmäßig abstirbt. Dadurch wächst ein Moor nur etwa einen Millimeter pro Jahr. 

Ein seltsames Labyrinth!

Im Winter überdachen die Feldmäuse ihre Laufgänge unter der Schneedecke mit Erde und Pflanzenmaterial. Nach der Schneeschmelze im Frühjahr kann man die nach oben hin ausgekleideten „Mäusestraßen“ gut erkennen. Die Gänge verbinden die einzelnen Nest- und Vorratskammern miteinander. Wie viele Eingänge ins unterirdische Reich der Feldmäuse könnt ihr auf dem Foto entdecken?

 

Das ist ja
faMOOS!

Die Moose auf diesen grünen Decken wachsen recht langsam und sind daher im Vergleich zu höheren Pflanzen nicht besonders konkurrenzstark. Aus diesem Grund haben Moose ausgeklügelte Strategien entwickelt, mit denen sie auch Extremstandorte wie Baumrinden, nackte Felsen, Hausdächer oder sogar Kuhfladen besiedeln können. Es gibt übrigens etwa 20.000 verschiedene Moosarten.

Spider-Mans Superfaser

Spinnenseide ist ein wahrer Wunderbaustoff, denn sie ist 
dünner als ein Haar, dehnbarer als Gummi und bis zu 25x so belastbar wie ein vergleichbarer Stahldraht! Außerdem ist sie biologisch abbaubar, fast unsichtbar, hitzestabil (bis zu 200°C) und nur schwer angreifbar für Bakterien und Pilze. Für jede Seidenart besitzen Spinnen übrigens eine eigene Spinndrüse im Hinterleib.

Nicht verwechseln!

Gerade sprießt er wieder in den Wäldern und Auen: der Bärlauch. Doch aufgepasst! Laien können die Blätter mit den tödlich giftigen Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen verwechseln. Deshalb hier die wichtigsten Erkennungsmerkmale von Bärlauch: Matte Blattunterseite, niemals glänzend; jedes Blatt wächst einzeln aus dem Boden und hat einen dünnen, langen Stiel; knoblauchartiger Geruch

Bäume wurzeln auf Steinen

Habt ihr euch auch schon mal gefragt, warum sich manche Bäume ausgerechnet große Steinbrocken aussuchen, um Wurzeln zu schlagen? Die Antwort ist simpel: Die Samen der Bäume bleiben auf den Steinen und in der umliegenden Wiese liegen. Auf den Wiesen fressen grasende Rinder die Samen. Auf den Steinbrocken kommen die Kühe aber nicht an. Daher können dort die Bäume ungehindert wachsen.

Seidelbast: Tropische Züge

Seidelbast ist etwas ganz Spannendes: Es ist die einzige Pflanze in unseren Breiten, die eine Stammblütigkeit aufweist - auch Cauliflorie genannt. Das heißt, ihre Blüte bildet sich direkt am hölzernen Stamm der Pflanze. Das gibt es sonst nur in den Tropen! Die Pflanze wurde früher übrigens als Heilmittel verwendet, ist aber sehr giftig, vor allem die Beeren! Etwa 5 davon können für Kinder tödlich sein. 

Frühjahrsbote: Der Kleine Fuchs

Der Kleine Fuchs ist im Frühjahr häufig als einer der ersten Schmetterlinge auf den Feldern zu beobachten. Warum? Er überwintert gern in Dachböden, Holzspalten und Mauslöchern. Das machen nur ganz wenige Schmetterlinge. In Deutschland und Österreich gibt es nur etwa fünf Schmetterlingsarten, die überwintern. Seine Raupen lieben übrigens Brennnesseln.

Eine besonders
heikle Raupe

Der Apollofalter steht auf der Roten Liste. Das heißt, er ist vom Aussterben bedroht. Aber woran liegt das? Die Raupe ist spezailisiert. Sie frisst nur eine einzige Pflanze: den weißen Mauerpfeffer. Der erwachsene Aopollofalter braucht zum Leben übrigens freie Alpflächen, Nagelfluhbrocken und bevorzugt südseitige Hänge. Er ernährt sich am liebsten von Disteln. 

Ausgezeichnet mit dem Qualitätssiegel

Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz hat den Naturpark Nagelfluhkette e.V. für seine Arbeit im Bereich Umweltbildung mit dem Qualitätssiegel "Umweltbildung.Bayern" ausgezeichnet. Das Siegel, das seit 2006 vergeben wird, steht für eine fachlich hochwertige und professionelle Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung in Bayern. Mit dem Qualitätssiegel werden Einrichtungen ausgezeichnet, die ihren Umweltbildungsprogrammen ein fundiertes, pädagogisches Konzept zugrunde legen, sich an den Prinzipien der nachhaltigen Entwicklung orientieren und qualifiziertes Personal beschäftigen. 

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